Till Brönner

Er spielt in der Oberliga und pflegt Kontakte zur New Yorker Jazzszene, die bekanntlich den Weltmarkt bestimmt – Till Brönner, Trompeter, Sänger, Komponist und Arrangeur, gilt als der bekannteste deutsche Jazzexport.

Aus einer Musikerfamilie stammend, absolvierte auch er eine klassische Ausbildung, um anschließend Jazztrompete zu studieren. Nach nur drei Semestern überzeugte er als 20-Jähriger bei einem Vorspiel den Chef des Berliner RIAS-Tanzorchesters und nahm somit die erste Hürde auf dem Weg zu einer grandiosen Karriere. Bereits zwei Jahre später debütierte er als Bandleader und zog erste Aufmerksamkeit auf sich, bevor er 1995 an der Seite der Jazzlegenden Dennis Chambers und Michael Brecker mit einem Album internationale Annerkennung erfuhr und sich im staatenübergreifenden Vergleich etablierte.

Zahlreiche Alben von Mainstream, über kölschem Karnevalsgut bis hin zu UFA-Schlagern folgten, wobei er bei aller Liebäugelei mit massentauglichen Formaten nie den Blick für seine Wurzeln verlor und stets dem Jazz treu blieb. Auch produzierte und komponierte er bisher für viele bekannte Künstler, wie Hildegard Knef, Mousse T, Manfred Krug und die No Angeles. Zahlreiche Tourneen führten ihn rund um die Welt, auf den renommiertesten Jazzfestivals ist er zu Hause. Auch mit Preisen wurde er schon überhäuft, so u.a. mit drei ECHOs, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Preis der Deutschen Plattenindustrie, dem Jazz Award der Deutschen Phonoakademie und sogar einer Grammy-Nominierung.